Fertig geplanter Unterrichtsbaustein für AES_WPF – Klasse 9 (Sekundarstufe 1). Sofort einsetzbar mit Lernzielen, Kompetenzen und Materialien.
Beschreibung
In dieser Unterrichtseinheit erstellen die Schüler ein Budget mit Spielgeld, erarbeiten finanzielle Ziele mithilfe der SMART-Methode und planen ihre Ausgaben. Sie analysieren fiktive Kontoauszüge und lernen die Grundregeln der Budgetierung kennen. Ziel ist es, dass die Schüler ein Verständnis für Budgetierung und finanzielle Planung entwickeln, wobei Kompetenzen in der Anwendung der SMART-Methode und der 50-30-20-Regel gefördert werden.
Unterrichtsverlauf
Einstieg I
10 Minuten
Ein Budget mit Spielgeld erstellen
“Ihr habt von mir 1800 € als Spielgeld erhalten. Was könntet ihr alles damit machen?”
z.B. shoppen gehen, investieren, ins Casino gehen, …
“Das sind alles gute Ideen - ihr müsst davon aber bestimmte Fixkosten bezahlen. Eure Miete sind 700€, ihr zahlt monatlich 300€ für Lebensmittel und 300€ für euer Auto. Wie könnt ihr das planen?”
Wir budgetieren, d.h. planen unser Geld bevor wir es ausgeben - für jede Ausgabenkategorie gibt es einen (virtuellen) Briefumschlag, in den wir das verplante Geld stecken; bei der Ausgabe können wir maximal das Geld aus diesem Briefumschlag nutzen
“Was machen wir mit dem Rest?”
eine Kategorie “Sonstiges” anlegenHierzu benötigt:
Material 4.1
Spielgeld: je Gruppe 18 x 100€
Briefumschläge oder Post-its zur Beschriftung
Fixkosten visualisiert, z.B. auf Tafel
☼ Differenzierte Variante:
● statt mit haptischem Spielgeld mit der digitalen Anwendung “Mathies Money” arbeiten
https://mathies.ca/tools/Money/index.htmlEinarbeitung I
10 Minuten
Grundregeln Budgetierung
“Ihr habt eure vier Budgets wunderbar angelegt.Dabei sind euch aber drei essenzielle Fehler unterlaufen:
1. am Ende des Monats bleibt kein Geld übrig
2. 50/30/20-Regel nicht beachtet
3. keine finanziellen Ziele gesetzt.
Sortiert nach diesen Regeln euer Budget neu.”
Hierzu benötigt:
Folie des Foliensatzes
Material 4.2 - “Grundregeln Budgetierung”
Erarbeitung II
10 Minuten
Finanzielle Ziele mithilfe der SMART-Methode
“Was sind denn eigentlich gute finanzielle Ziele? Ich zeige euch die SMART-Methode, die man natürlich nicht nur für Finanzziele, sondern für alle Projekte und Ideen nutzen kann.”⚑ an einem Beispiel ein SMART-Ziel (z.B. ein neues Handy) immer weiter verfeinern; auf der Folie im Foliensatz ist hierfür ein Beispiel
⚑ Beispielhaftes Ziel: Ich möchte mir im Februar 2026 das iPhone 14 für 800€ kaufen, indem ich monatlich 100€ spare, die ich nicht für Klamotten ausgebe.
Hierzu benötigt:
Folien des Foliensatzes
oder an Tafel mit sukzessiver Ergänzung
Sicherung I
10 Minuten
Weitere finanzielle Ziele erarbeiten
“Welches finanzielle Ziel könntet ihr mit eurem Spielgeld erreichen? Überlegt euch mindestens zwei gute finanzielle Ziele mithilfe der SMART-Methode und budgetiert euren Monat um.”Didaktische Reserve
5 Minuten
Ausgaben-Planung
“Wieso sollte man seine Ausgaben vorher planen und Geld nicht einfach nur ausgeben? Was könnte passieren, wenn man 3 Monate auf sein Einkommen verzichten müsste?”Einstieg II
5 Minuten
Persönliches finanzielles Ziel
“Erstellt mithilfe der SMART-Methode euer persönliches finanzielles Ziel für das nächste Jahr.”⚑ ggf. erneut die Schritte von Idee zum guten finanziellen Ziel reaktivieren
⚑ ggf. mehrere Ziele und/oder auch für den Zeitraum in fünf Jahren erstellen lassen
Hierzu benötigt:
Material 4.3 - “Monatsbudget”
Erarbeitung III
20 Minuten
Finanzplan
“Für dieses Ziel erstellt ihr jetzt euren persönlichen Finanzplan.Notiert in diesem nach die 50-30-20-Regel
● eure Fixkosten
● eure anfallenden Kosten für die Freizeit
● eure Sparrücklagen.”
Hierzu benötigt:
Material 4.3: “Monatsbudget”
Reflexion I
5 Minuten
Auswertung Budgetierung
“Wie lief das Erstellen eures Budgets?Was fiel euch leicht oder schwer?”
⚑ hier sollte je nach S*-Gruppe eher allgemein gefragt werden, da Finanzen ein sehr persönliches Thema sind
Sicherung II
15 Minuten
Fiktive Kontoauszüge auswerten
“Schaut euch diese fiktiven Kontoauszüge an. Wie beurteilt ihr sie im Hinblick auf die Budgetierung?”Hierzu benötigt:
Material 4.5: “Fiktive Kontoauszüge”
Didaktische Reserve
5 Minuten
Details Budgetierung
“Sollte man täglich in seine Budgetplanung schauen? Warum (nicht)? Würdet ihr euer Budget eher digital oder auf Papier planen?
